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Transkulturelle Körpergedächtnisse in Medien, Somatik und Tanz und Philosophie

Symposium vom 12.-14. Juni 2011 in Kairo

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In Fortführung des Symposiums SPUREN an der Universität Freiburg (2008) sowie der Workshops an der Hochschule Furtwangen (2009) plant die Forschungsgruppe mbody im Juni 2011 ein Symposium in Kairo, um mit Philosophen, Tänzern und Computerwissenschaftlern "Transkulturelle Formen medialer Körpergedächtnisse im Raum" zu diskutieren.

Die Schnittstellen der digitalen Medien mit dem menschlichen Bewußtsein können grundsätzlich aus zwei Richtungen erforscht werden. Zum einen gibt es die ingenieurwissenschaftliche Perspektive mit dem Ziel, über die Interpretation und Manipulation von elektrischen Signalflüssen im Gehirn Erkenntnis und Zugang zu mentalen Vorgängen zu erlangen. Diese Bestrebungen zielen auf die Entwicklung von Brain Computer Interfaces (BCI), die eine Erweiterung des zentralen Nervensystems auf Datennetzwerke ermöglichen. Dem zugrunde liegt eine cartesianische Weltsicht, die den Menschen grundsätzlich als eine Art informationsverarbeitende Maschine begreift.

Konträr dazu steht der Ansatz der Forschungsgruppe mbody mit einem leibphänomenologisch orientierten Grundverständnis, das sich anwendungsorientiert an den aktuellen Embodimenttheorien ausrichtet. Schwerpunkt der Gruppe mbody, die 2008 von der Tanzphilosophin Mónica Alarcón, dem Philosophen und Psychosomatiker Martin Dornberg und dem Medienwissenschaftler Daniel Fetzner gegründet wurde, ist die Betrachtung des Körpergedächtnisses aus ihren jeweiligen Fachdisziplinen heraus. Ausgangspunkt für das Forschungsfeld der Körpergedächtnisse in Medien ist das Erleben von leiblichen Selbst- und Fremdwahrnehmungen in der medialen Interaktion und die Diskussion dazugehöriger Beschreibungsmöglichkeiten. Eine zentrale Fragestellung ist dabei, ob sich in solchen Situationen ein zwischenleibliches Gedächtnis als eine Art "dritter Körper" herausbildet.

Schwerpunkt der Tagung in Kairo ist die Diskussion transkultureller Bedingungen für die Herausbildung von medialen Körpergedächtnissen. Lecture Performances sollen kinästhetische Positionen zeitgenössischer deutscher und ägyptischer Forscher zum Ausdruck bringen. Geplant sind die folgenden Sektionen:

  • Körpergedächtnisse in Medien
    Leitung: Daniel Fetzner
    Interkulturelle Resonanzphänomene zwischen Körpern, Räumen und Medien
  • Körpergedächtnisse in Somatik
    Leitung: Martin Dornberg
    Heilungsphänomene zwischen Körpern, Räumen und Orten
  • Körpergedächtnisse in Tanz
    Leitung: Monica Alarcon
    Ästhetische Phänomene zwischen Körpern und Räumen

Projektidee: Forschungsgruppe mbody
Veranstalter: German University in Cairo (GUC)


Body Motion Studies by Étienne-Jules Marey

Organisation:

Prof. Daniel Fetzner (GUC), Dr. Mónica Alarcón und Dr. Dr. Martin Dornberg (beide Universität Freiburg) und Katja Wahl (Hochschule Furtwangen)

A ka statue is a type of ancient Egyptian statue intended to provide a resting place for the ka, or spirit, of the person after death




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